Rambos & Raufer

Einige Hunde sind aufgrund ihrer Erfahrungen im innerartlichen Umgang zu sehr dominanten und auch zum Teil aggressiven Tieren geworden. Bei anderen ist einfach der Hormonüberschuss in der Pubertät der Auslöser für solches Verhalten. Wieder andere haben ein genetisches Potential in sich, welches sie zu dominanten (aggressiven) Verahltensweisen bringt.

Solche Hunde werden oftmals sozial isoliert, da ihre Halter beginnen Kontakte mit Artgenossen zu vermeiden. Doch damit verschlimmern sich die Probleme nur noch.

Um sogenannte Rambos und Raufer wieder zu resozialisieren, ist es unbedingt notwendig die hündische Begegnung zu suchen und zu trainieren. So wird der Besitzer im Ungang mit seinem "schwierigen" Hund geschult, erhält eine gewisse Routine bei Hundebegegnungen und strahlt dann auch mehr Ruhe aus. Dadurch wird es möglich auch in weiteren Alltagssituationen den eigenen Hund souveräner zu führen.

Im Vorfeld der Teilnahme an der "Sozialisierung für Rambos und Raufer" ist es erforderlich ein Beratungsgespräch mit der Hundeschule Dresden zu vereinbaren, damit der Grund für das Verhalten des Hundes gefunden werden kann. Ein angstaggressiver Hund darf auf keinen Fall in eine solche Gruppe integriert werden.

DIe Grundlage für die Teilnahme an der Sozialisierung ist ein guter Grundgehorsam des Hundes, da wir diese zum Teil im offenen aber auch teils im geschlossenen System durchführen.
Das offene System bedeutet, dass die Hunde ohne Leine, jedoch abgesichert durch Beißkörbe auch Raufereien austragen können. Das dient zum einen dem Frustabbau und zum anderen hat es die Zielstellung, dass der Unterlegene merkt, dass er mit einem Angriff nicht den gewünschten Erfolg hat und bald darauf lernt, das er ein solches Verhalten nicht mehr durchführt. Denn kein Tier wird etwas tun, was immer Mißerfolg verspricht. Dadurch wird die Hemmschwelle für einen erneuten Angriff deutlich erhöht.
Bei solchen Hunden jedoch, wo die Rauflust ohne erkennbare Zielstellung im Vordergrund steht, wird im geschlossenen System gearbeitet. Das heißt, dass solche Hunde niemals raufen dürfen, sondern lernen müssen, Artgenossen zu ignorieren.