Team
Die Zweibeiner sind:
Anke Theissig:
- geboren 1978 in Dresden und auch hier aufgewachsen.
- 1996 bis 2000 Studium der Agrarwirtschaft an der HTW Dresden (FH)
- 2001 bis 2003 Angestellte der LfL im BereichFuttermittelkontrolle im Außendienst
- Ende 2003 bis Anfang 2005 Mutterschutz und Elternzeit
- ab März 2005 Mitarbeit in der Hundeschule Dresden
- seit 01.12.2005 selbständig tätig als Hundetrainerin
- 04/2007 bis 03/2008 Elternzeit
Die Tierliebe wurde mir durch meine Mutti vererbt. Zu den ersten eigenenTieren gehörten eine Landschildkröte, Wellensittiche und Fische. Da wir keinen eigenen Hund besaßen, holte ich mir verschiedene Tiere dieser Gattung zum spazieren gehen von Bekannten und Familienangehörigen.
Die ersten Erfahrungen mit der Hundeerziehung machte ich durch die Freundschaft zu einem Border-Collie-Münsterlander-Mischling, der sich in seinem zu Hause erfolgreich als Rudelführer etabliert hatte. Er besaß einen Sessel, ein Ehebett, ein Frauchen usw. Alle diese Dinge verteidigte er massiv gegen zu nahe kommende Zweibeiner. Ließ man ihn allein, zerstörte er alles was ihm in die Quere kam. Leinte man ihn ab, ging er natürlich seine eigenen Wege.
2 Jahre nachdem ich ihn kennengelernt und angefangen hatte, mich mit ihm zu beschäftigen, konnte er überall ohne Leine gehen und wich mir nicht mehr von der Seite.
Während der Schulzeit arbeitete ich jedes Wochenende und in den Ferien ehrenamtlich im Tierheim und machte Praktika bei verschiedenen Tierärzten. Nach dem abgeschlossenen Agrarwirtschaftstudium kam die Überlegung es doch noch mit der Veterinärmedizin zu probieren und es folgte ein Praktikum in der Tierklinik von Dr. Pfeil auf der Fischhausstrasse. Ich entschied mich aber doch dafür mehr Zeit nur mit Hunden zu verbringen.
Mit dem Auszug von Zuhause konnte ich mir meinen Traum, den ersten eigenen Hund zu haben, verwirklichen. Dieser fand durch einen Türkeiurlaub meiner Schwester auf Umwegen zu mir. Tom, ein türkischer Straßenhund, zog bei mir ein. Mein damaliger Freund ließ mich nun entscheiden: Hund oder er.... für mich stand keine Frage: Ich nahm den Hund und habe es bis heute nicht bereut!
Bald darauf lernte ich meinen jetztigen Mann kennen:
Fabian Theissig:
- geboren 1977 in Magdeburg, aufgewachsen in Dresden.
- 1995 bis 1996 Zivildienst
- 1996 bis 2003 Studium der Geographie an der TU Dresden
- seit 2004 selbständiger Hundetrainer in der Hundeschule Dresden
Die Tierliebe wurde in der Kindheit mit verschiedenen Haustieren wie Hamstern und einem Alexandersittich befriedet. Auch Vogelkinder, die aus dem Nest gefallen waren, kleine Igel, die den Winter sonst nicht überlebt hätten und ein Hasenbaby dessen Mutter tot war, wurden Im Kinderzimmer aufgenommen, aufgepäppelt und wieder ausgesetzt.
Der Kontakt zu Hunden intensivierte sich schlagartig mit dem Kennenlernen meiner Frau Anke Niemczyk. Überall wo wir hingingen war von nun an Tom an meiner bzw. unserer Seite.
Nach einem knappen Jahr kamen wir aus dem Dresdner Tierheim mit einem zweiten Hund nach Hause: Louis. Es machte uns beiden sehr viel Spaß mit beiden Hunden und auch Hunde von Freunden durften gern bei uns übernachten oder Urlaub machen.
Doch als Louis erwachsen wurde begannen die Probleme: er ging auf alle Hunde los. Tom spürte diese Macht und begann diese auch für sich zu nutzen und gemeinsam machte das alles noch viel mehr Spaß...
So kamen wir zu unserem ersten Kontakt mit Thomas Baumann. Bald darauf verbrachten wir jedes Wochenende im Hundezentrum Baumannmühle in Helbigsdorf und lernten dort sehr viel über Hunde, deren Verhalten, die innerartliche Kommunikation und das Lernverhalten von Hunden. Uns faszinierten die Spiel- und Rauferstunden. Später durften wir auch ab und zu "hinter die Kulissen" schauen und uns z.Bsp. Wesenstests von verschiedenen Hunden mit anschauen und an Seminaren teilnehmen. In der Abwesenheit von T. Baumann bekamen wir die Verantwortung für die Spiel- und Rauferstunden übertragen.
Ausgehend von der Faszination über die innerartliche Kommunikation von Hunden entstand auch das Erziehungskonzept unserer Hundeschule. Durch die Erkenntnis, daß Hunde ebenso wie Menschen als Individuen zu behandeln sind, vertreten wir die Meinung, daß es in der Hundeerziehung keine Patentrezepte gibt. Wir erarbeiten für jedes Mensch-Hund-Team ein spezielles Konzept zur Erziehung bzw. Problemlösung und sind jederzeit offen für neue Anregungen und Kritik.
Unsere Vierbeiner sind:
Tom, ein ehemaliger türkischer Straßenhund, geschätzter Jahrgang 1997 inzwischen aus gesundheitlichen Gründen kastriert. Er will sich entweder sonnen oder einfach im Hundekörbchen liegen und seine Ruhe haben. Seine größte Passion ist das Betteln, was er mit wachsendem Erfolg betreibt- kein Wunder bei einem Ex- Straßenhund, der sich nur so die ersten Jahre seines Lebens ernähren konnte. In der Hundeschule wird er kaum noch eingesetzt, da wir ihm in seinem Alter gern die Ruhe gönnen, die er braucht!
Louis, ein Schäferhund-Kangal-Mix, den wir 1999 mit ca. 9 Monaten aus dem Tierheim Dresden holten, ohne zu ahnen, welche Erfahrungen wir mit Ihm noch machen werden. In der Zeitschrift "Der Hund" wurde er als "dominant-aggressiver Raufer" bekannt. Zu Hause ist er eher der viel zu große Schoßhund, der sich von unseren Kndern wirklich alles gefallen läßt. Von Kraulen und Schmusen kann er nie genug haben. In der Hundeschule ist er noch manchmal dabei und zeigt gern mit Herrchen oder Frauchen, wie sich ein wohlerzogener Vierbeiner benimmt. Vor den anderen Hunden klappt "Fuß", "Bleib" usw. perfekt. Hin und wieder gibt es auch "Problemhunde", die Freude am raufen gefunden haben - manchmal hilft dann offensive Konfrontation mit Louis.... Aber auch er ist in die Jahre gekommen, leider auf dem linken Auge erblindet und braucht jetzt mehr Ruhe als früher und die soll er natürlich haben!
Lumpi, ein Deutscher Schäferhund, den wir im Sommer 2006 aus dem Tierheim Dresden im Alter von 6 Jahren übernommen haben. Er galt von vorn herein als Problemhund und war ein Notfall. Nach ca. einem halben Jahr Zusammenarbeit zeichnete sich ab, das Lumpi mit dem Attribut "nicht vermittelbar" versehen werden mußte (seine "Macken" Futteraggression, Dominanzaggression, Angstaggression). Auch nach der langen Zeit, die er nun schon bei uns ist, zeichenen sich immer wieder kleine Fortschritte ab. Er arbeitet nur eingeschränkt als Trainerhund in der Hundeschule mit (seine Spezialität: hüten von davonlaufenden Hunden), da er leider sehr krank ist und an Spondylose, hochgradiger Hüftgelenksdysplasie und dem Cauda equina Kompressionsssyndrom leidet.